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Institut – Ausrichtung

Versorgungssituation

In der psychotherapeutischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen gibt es in allen Bundesländern – so auch in Sachsen – erhebliche Defizite.

Zu häufig erhalten psychisch und psychosomatisch erkrankte Kinder oder Jugendliche keine bzw. keine adäquate Behandlung, weil die notwendigen qualifizierten Therapeuten fehlen oder überlastet sind.

Dies gilt für Kinder und Jugendliche, die in Kliniken behandelt werden müssen ebenso wie für diejenigen, die dringend einer ambulanten psychotherapeutischen Versorgung in ihrem Wohnumfeld unter Einbeziehung ihrer Familien, Bezugspersonen und institutionellen Einrichtungen bedürfen.

Das Sächsische Institut für methodenübergreifende Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie

Der methodenübergreifende Ansatz

Zeitgemäße Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie zeichnet sich in der Praxis durch eine Vielfalt therapeutischer Vorgehensweisen aus. Deshalb hält SIMKI einen fruchtbaren Austausch der Therapieschulen für unerlässlich. Methodenübergreifend meint eine Zielsetzung, deren Erreichen auf dem Weg von einer Methodentransparenz über eine Methodenkombination hin zu einem schul- bzw. verfahrensüberwindenden Denken und Handeln, das auch ressourcenorientierte Ansätze einbezieht, gelingen kann.

SIMKI bildet in unterschiedlichen Therapieverfahren qualifiziert aus mit dem Ziel, die angehenden Psychotherapeuten zu einer optimalen psychotherapeutischen Behandlung und Versorgung unter Einschluss relevanter Kooperationspartner zu befähigen. Die Ausbildung erfolgt in den beiden Richtlinienverfahren Verhaltenstherapie und Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie sowie in weiteren wissenschaftlich anerkannten bzw. fundierten Verfahren Systemische Therapie, Personzentrierte Psychotherapie, Gestalttherapie und Psychodramatherapie.

SIMKI beschreitet mit diesem Konzept neue Wege in der Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten.

Kombinationsausbildung Approbation und Master

Unser Ausbildungsinstitut für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie bietet seit 2001 eine staatlich anerkannte Ausbildung mit dem Ziel der Approbation an. Zu Beginn des PsychThG konnte noch davon ausgegangen werden, dass die Zulassung zur KJP-Ausbildung aufgrund von Diplomabschlüssen an Fachhochschulen oder Universitäten erfolgt. Im Rahmen der Studienreform (Bachelor/Master) wurde der bisherige Diplomabschluss (FH) dem Bachelor und der Diplomabschluss (Uni) dem Master gleichgestellt. Daraus resultiert ein starkes Ungleichgewicht der akademischen Abschlüsse im Bereich der zukünftigen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie mit möglichen negativen berufsständischen Konsequenzen. Denn infolge des Wegfalls der Diplomstudiengänge können bei den pädagogischen und sozialpädagogischen Studiengängen bereits Bachelor-Absolventen (HAW / Uni) zugelassen werden, während bei den psychologischen Studiengängen ein Uni-Masterabschluss nachgewiesen werden muss.

Um die akademische Gleichstellung der Sozialberufe (HAW) mit den universitären Master-Abschlüssen der Psychologen und Ärzte (einschließlich des Zugangs zum höheren Dienst) zu erreichen, bietet die Hochschule Mittweida, Fakultät Soziale Arbeit, in Kooperation mit SIMKI seit 2008 eine integrierte Ausbildung in Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie an.