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SIMKI-Absolventen berichten

Dipl.-Soz.arb./päd. Sabine Jagemann M.A.   (Kurs V-VT   2009 - 2014)

Ich habe Sozialpädagogik und Verhaltenswissenschaften mit dem Schwerpunkt Sozialpsychologie studiert. Vor der Ausbildung bei SIMKI hatte ich mehrere Jahre als Leiterin einer Beratungs- und Begegnungsstätte für Kinder und Jugendliche gearbeitet.

Für die Wahl von SIMKI gab es zwei Gründe: Der eine war der methodenübergreifende Ansatz und der zweite die Wohnortnähe des Instituts. Ich habe drei Kinder und konnte an den Seminarwochenenden nach Hause.

Dipl.-Soz.arb./päd. Sabine Jagemann M.A.

Meine Entscheidung für die Verhaltenstherapie war von Anfang an klar, obwohl ich auch andere Verfahren wie die Tiefenpsychologie und die Systemische Therapie spannend finde. Ich bin der Meinung, dass man die Therapieverfahren gar nicht so klar abgrenzen sollte.

Das Methodenübergreifende in der Ausbildung war sehr bereichernd. Mein „Hafen” ist die Verhaltens­therapie, aber ich fahre gerne mit meinem Boot auch ein Stückchen zu den anderen Verfahren und nehme da mit, was für mich passend ist und ich in meine Arbeit gut integrieren kann.

Die Selbsterfahrung hat mir sehr viel gegeben. Man muss den Mut haben, sich darauf einzulassen und auch den Willen, sich selbst besser kennenzulernen, nach den blinden Flecken zu sehen. Es ist wichtig als Therapeut zu wissen, was für Stärken und Schwächen man hat.

Durch die kombinierte KJP-Master-Ausbildung und die zu erbringenden Prüfungs­leistungen mussten wir uns permanent mit den Inhalten beschäftigt, was den Druck vor der Approbationsprüfung etwas reduziert hat. Die Masterarbeit zum Thema: „Burn out bei Lehrern” habe ich geschrieben, als ich schon in der Praxis war. Noch einmal ein hartes Stück Arbeit.

Das Klinikjahr – wir haben damals noch kein Geld bekommen – war für mich das Schwierigste. Meine Empfehlung ist, sich zeitig dafür das Praktikum zu bewerben, weil es nicht so viele Kliniken im Umkreis gibt.

Ich habe 2014 approbiert, direkt nach fünf Jahren Ausbildung. Das Gelernte konnte ich danach in meiner Arbeit in einem Sozialpädiatrischen Zentrum gut einbringen.

Seit März 2015 arbeite ich in meiner eigenen Praxis in Riesa.

Ich habe die Ausbildung nicht bereut. Es ist ein langer Weg, er kann stressig sein, aber am Ende erfüllend, auf jeden Fall eine Horizonterweiterung und gut für die Persönlich­keitsentwicklung. Wichtig ist in dieser Zeit ein soziales Netz, gerade, wenn man kleine Kinder hat. Die Familie muss den Stress ein bisschen auffangen. Der gute Zusammenhalt in der Ausbildungsgruppe hat auch geholfen.

Man darf auch den finanziellen Aspekt nicht außer Acht lassen – mit der Approbation gibt es gute Verdienstmöglichkeiten.

Riesa, Altmarkt 10 Praxis Sabine Jagemann

Kontakt

Psychotherapeutische Praxis für Kinder und Jugendliche
Dipl.-Soz.arb./päd. Sabine Jagemann M.A.
Altmarkt 10
01589 Riesa

Dipl.-Soz.arb./päd. (FH) Kerstin Hartmann   (Kurs III-VT   2005 - 2010)

Mein größter Wunsch war es schon immer, im psychologischen/psycho­therapeutischen Bereich tätig zu werden. Ich studierte an der Fachhochschule Mittweida Sozial­arbeit/Soziale Pädagogik bereits mit dem Schwerpunkt Psychiatrie. Während des Studiums wurde 1999 das Psychotherapeuten­gesetz verabschiedet. Ich bekam die Möglichkeit, mit dem sozialpädagogischen Studienabschluss am SIMKI eine Ausbildung zur Kinder- und Jugendlichen­psychotherapeutin zu absolvieren. Die enge Verzahnung mit der Hochschule Mittweida, das familiäre Klima am Institut und die Methodenvielfalt waren für mich klare Entscheidungspunkte.

Dipl.-Soz.arb./päd. (FH) Kerstin Hartmann

Besonders hervorheben möchte ich die praxisnahe Ausbildung. Theorie kann man notfalls erlesen. Am SIMKI konnte ich von erfahrenen Fachleuten lernen, Methoden ausprobieren und praktische Erfahrungen sammeln.

Zur Ausbildung gehört es auch, sich in der Einzelselbst­erfahrung mit sich selbst zu konfrontieren, das eigene Erlebte zu reflektieren und über sich selbst klar zu werden. In der Gruppen­selbsterfahrung kann man im Austausch mit Anderen einen hohen Erkenntnisgewinn über die eigenenen Einstellungen und Haltungen erlangen. Ich finde, diese Erfahrungen mit sich selbst bilden eine Grundlage für späteres professionelles Arbeiten.

Natürlich bekommt man ein Studium nicht geschenkt. Studium und Ausbildung sind auch bei SIMKI anstrengend.

Zu Beginn meiner Ausbildung bei SIMKI war meine Tochter zwei Jahre alt. Später wurde mein Sohn geboren. Die Mitarbeiter von SIMKI unterstützten mich in dieser anstrengenden Zeit nicht nur bei wichtigen organisatorischen Anliegen, sondern standen mir auch motivierend mit Rat und Tat zur Seite. Ich konnte so in dem vorgesehenen Fünf-Jahres-Zeitraum meine Approbation erlangen.

Seit meinem Abschluss arbeite ich in eigener Praxisniederlassung im Erzgebirge. Die psychischen Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen werden aus meiner Sicht immer vielfältiger. In der täglichen Arbeit als Kinder- und Jugendlichen­psychotherapeutin profitiere ich jedoch von meiner Kenntniss der verschiedenen psychotherapeutischen Methoden und dem zuvor erworbenen sozialpädagogischen Wissen. Ich arbeite sehr gern in meinem Beruf.

Allerdings braucht es dringend Fachkräftenachwuchs und Unterstützung in den ver­schiedenen psychotherapeutischen Bereichen. Die Nachfrage nach Behandlungen ist groß.

Praxis Kerstin Hartmann Praxis Kerstin Hartmann Praxis Kerstin Hartmann Praxis Kerstin Hartmann

Kontakt

Praxis für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie
Dipl.-Soz.arb./päd. Kerstin Hartmann
Chemnitzer Straße 67
09427 Ehrenfriedersdorf

Dipl.-Psych. Katja Wrabetz   (Kurs IV-VT   2007 - 2013)

Schon während meines Psychologiestudiums an der TU Dresden war ich mir sicher, zukünftig mit Kindern und Jugendlichen therapeutisch arbeiten zu wollen.

Die Auswahl eines für mich passenden Ausbildungsinstituts fiel mir dagegen schwer. Ein SIMKI-Flyer im Prüfungsamt meiner Fakultät machte mich neugierig – ehrlich gesagt, hatte ich zuvor noch nichts von SIMKI gehört. Der erst komisch klingende Name hatte schnell einen Sinn und das passende Institut mit seiner einzigartigen methodenüber­greifenden Herangehensweise war gefunden.

Durch die TU Dresden bin ich VT-sozialisiert – die Verhaltenstherapie wird immer mein Hauptrichtlinienverfahren bleiben. Die methodenübergreifende Ausbildung bei SIMKI hat mir umfangreiche theoretische und praktische Erfahrungen in den verschiedensten Methoden vermittelt, sie gestattete einen Blick über den bisherigen „therapeutischen Tellerrand”. Unsere Dozenten waren Experten in ihren Fachgebieten und hilfreiche Therapeutenmodelle.

SIMKI legt großen Wert auf Einzel- und Gruppenselbsterfahrung – tatsächlich ein wichtiger Ausbildungsbaustein für persönliche Weiterentwicklung und zukünftige Therapiequalität.

Bis zum Behandlungsbeginn arbeitete ich Vollzeit in einer Kinder- und Jugendlichen­psychiatrie und habe die regelmäßigen Wochenendseminare unterschätzt, zeitweise eine große zeitliche Herausforderung und oftmals sehr anstrengend.

Für einen schnelleren Austausch mit den Kommilitonen habe ich mir manchmal einen wohnortnahen und gewohnten Campus gewünscht. Die Kollegen in meiner Seminargruppe kamen aus verschiedenen Bundesländern. Mit dem SIMKI-Team war telefonisch oder per E-Mail immer eine schnelle und hilfreiche Zusammenarbeit möglich.

Nach Erreichen meiner Approbation im Jahr 2013 konnte ich weitere Berufserfahrungen durch Anstellungen in Kinder- und Jugendpsychiatrien sowie intensivmedizinischen/ neurologischen bzw. psychosomatischen Stationen pädiatrischer Fachkliniken und als Sicherstellungsassistenz sammeln. Im Mai 2019 entschied ich mich zur Niederlassung mit hälftigem Versorgungsauftrag in einer Radebeuler Praxisgemeinschaft. Aufgrund des erhöhten Therapiebedarfs bezog ich ein Jahr später eigene und größere Praxisräume.

Praxis Dipl.-Psych. Katja Wrabetz Praxis Dipl.-Psych. Katja Wrabetz Praxis Dipl.-Psych. Katja Wrabetz Praxis Dipl.-Psych. Katja Wrabetz

Heute bin ich selbst Dozentin bei SIMKI und kann so meine beruflichen Erfahrungen weitergeben.

KJP-Ausbildung ist ein Marathon! Eigene Lernerfahrungen, Neugierde, Motivation sind gutes Rüstzeug. Familie und Freunde, sportlicher Ausgleich und der Blick für das große Ganze helfen, gut zu bestehen und die gewünschten Ziele des Wissenszuwachses und die Approbation zu erreichen – für den wohl schönsten Beruf.

Für mich ist es immer wieder beeindruckend, wenn sich Kinder und Jugendliche ihrer eigentlichen Stärke bewusst werden und mit individuellen Impulsen weiter genesen.

Kontakt

Praxis für Kinder- und
Jugendlichenpsychotherapie Radebeul
Dipl.-Psych. Katja Wrabetz
Meißner Straße 96
01445 Radebeul