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Institut – Nachrichtenarchiv

28.06.2017

Bundestag will Situation von Kindern psychisch kranker Eltern verbessern

Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf, eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe für Kinder psychisch kranker Eltern einzusetzen, welche bis zum 1. Juli 2018 einvernehmlich Vorschläge zur Verbesserung der Situation von Kindern und Jugendlichen aus Familien, in denen mindestens ein Elternteil psychisch krank ist, erarbeiten soll.

Bundestag fordert Hilfen für Kinder psychisch kranker Eltern

17.06.2017

Befugniserweiterung für Psychotherapeuten beschlossen

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat beschlossen, dass Psychotherapeuten die Versorgung von Patienten künftig umfassender koordinieren können, indem sie seit Juni Krankenfahrten und Krankentransport sowie Soziotherapie und medizinische Rehabilitation verordnen und Patienten wegen ihrer psychischen Erkrankung zur stationären Behandlung ins Krankenhaus einweisen können.

G-BA, Krankentransport-Richtlinie: Verordnungsbefugnis von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten

14.03.2017

Armut und psychische Krankheit sind zwei Seiten einer Medaille

Der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband hat in seinem aktuellen Bericht dargelegt, dass psychische Erkrankungen ein erhöhtes Armutsrisiko bedeuten. Da Kinder und Jugendliche zu den am stärksten betroffenen Armutsgruppen gehören, sind hier die Prävalenzraten von psychischen Erkrankungen entsprechend hoch.

DPWV, Armutsbericht 2017

24.02.2017

Änderung der Psychotherapie-Richtlinie (PTR)

Ab dem 1. April 2017 wird eine Reihe von wichtigen Änderungen der PTR in Kraft treten. Entsprechend werden hierzu Änderungen in den Ausbildungscurricula notwendig. Die BPtK hat hierzu eine Praxis-Info herausgegeben.

Praxis-Info Psychotherapie-Richtlinie

20.12.2016

G-BA: Regelung von Anstellungsmöglichkeiten in der KJPT-Praxis

Der G-BA hat beschlossen, dass ein Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut in seiner Praxis einen Psychologischen Psychotherapeuten nur dann einstellen darf, wenn dieser ausschließlich Kinder und Jugendliche behandelt.

G-BA, Bedarfsplanungs-Richtlinie: Änderung in § 41 Absatz 5

01.12.2016

AG-OPA stärkt den Beruf des Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten

In seiner heutigen Sitzung hat die Arbeitsgemeinschaft der ostdeutschen psychotherapeutischen Ausbildungsinstitute (AG-OPA) beschlossen, der absehbaren weiteren Verzögerung der Novellierung des PsychThG durch einen erneuten Vorstoß in Richtung der „kleinen Reformlösung” zu begegnen. Die Bundesländer werden aufgefordert, die Initiative für eine angemessene Regelung des einheitlichen akademischen Niveaus der Zugangsqualifikationen zur (KJP-)Ausbildung zu ergreifen.

08.11.2016

„Eckpunkte” zur Novellierung des PsychThG vorgelegt

Auf seltsamen Wegen erreichte die psychotherapeutische Profession ein „Eckpunktepapier”, das vom Bundesministerium für Gesundheit in Umlauf gebracht worden war. Dieses Papier wurde von der zuständigen Staatssekretärin Frau Widmann-Mauz auf der Expertentagung am 08.11.2016 zwar erläutert, eine Diskussion darüber war aber offenbar nicht vorgesehen. Die Staatssekretärin verließ nach ihrer kurzen Rede sofort die Versammlung.

Eckpunkte des BMG zur Novellierung der Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten

30.09.2016

Systemische Therapie ist bei Erwachsenen wirksam

Nachdem im Jahre 2006 die Wirksamkeit der Sytemischen Therapie bei Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen durch den Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie untersucht und bestätigt worden war, hat nun 10 Jahre später (!) auch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in seinem Vorbericht den Nutzen der Systemischen Therapie bei Erwachsenen anerkannt. Danach liegen „Anhaltspunkte” und „Hinweise” auf den Nutzen speziell bei den besonders versorgungsrelevanten Indikationen vor, die für eine Anerkennung der Systemischen Therapie als neues Psychotherapieverfahren erforderlich sind.

IQWiG, Systemische Therapie bei Erwachsenen als Psychotherapieverfahren

23.06.2016

Erstes Psychosoziales Zentrum für Geflüchtete in Sachsen (Leipzig)

Als letztes deutsches Bundesland hat Sachsen nun auch ein erstes Psychosoziales Zentrum für Geflüchtete (PSZ) eröffnet. Das PSZ Leipzig stellt eine Erweiterung der im September 2015 durch den „Mosaik Leipzig e.V.” eröffneten Psychosozialen Beratungsstelle für Flüchtlinge dar.

Mosaik Leipzig e.V.

17.05.2016

Streichung der Maxime „Promotionsrecht” für das zukünftige Studium der Psychotherapie gefordert

Hochschullehrer fordern die Streichung der Maxime „Promotionsrecht” für die zukünftige Psychotherapie-Ausbildung bzw. das Studium der Psychotherapie. Denn damit seien die (Fach-)Hochschulen quasi ausgeschlossen. Die KJP-Delegierten des DPT haben sich einheitlich dieser Forderung angeschlossen und den Vorstand der BPtK aufgefordert, an dieser Stelle das Eckpunktepapier zu einem Approbationsstudium abzuändern.

02.05.2016

Studie zur Versorgungslage traumatisierter Kinder und Jugendlicher startet

Die Arbeitsgruppe Prävention des Instituts für Medizinische Psychologie am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf führt derzeit eine groß angelegte Studie zur Versorgungssituation von traumatisierten Kindern und Jugendlichen durch.

Gegenstand dieser im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums initiierten Studie ist die Darstellung der Ist-Situation des Behandlungs- und Therapieangebots für durch Gewalterfahrung psychisch traumatisierte Kinder und Jugendliche in Deutschland.

UKE, Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie, Forschung

28.01.2016

Kinder vor Missbrauch schützen – KBV unterzeichnet Vereinbarung

Die KBV und der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, haben eine gemeinsame Vereinbarung zum besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexuellem Missbrauch unterzeichnet.

Ärzte und Psychotherapeuten haben nach Überzeugung der KBV eine Schlüsselrolle beim Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt.

www.kbv.de

05.11.2015

Verbändetreffen in Berlin

Im Rahmen des Novellierungsprozesses trafen sich in Berlin zwölf psychotherapeutische Berufs- und Fachverbände, um über Mindestvoraussetzungen bei der Reform zu diskutieren. Unter Beteiligung von Vertretern der BPtK, verschiedener PT-Kammern, politischer Parteien und Vertretern aus Landesministerien und der KMK wurde deutlich, dass das ganze Novellierungsprojekt sowohl hinsichtlich der Ausbildung als auch der Weiterbildung auf tönernen Füßen steht. Sowohl die hochschulrechtliche als auch die finanzielle Situation können beim Stand der Dinge als reichlich prekär und unklar bezeichnet werden. Eine günstige Prognose für den Erfolg dieses Projektes wurde überwiegend verneint.

28.10.2015

Treffen der AG OPA mit der OPK

Auch bei diesem Treffen der Arbeitsgemeinschaft der der Ost­deutschen Psychotherapeutischen Ausbildungsinstitute mit der Ostdeutschen Psychotherapeutenkammer war der Stand des Novellierungsprozesses des PsychThG zentraler Mittelpunkt. Es wurde neben einer verstärkten Skepsis hinsichtlich der aktuellen Planungen seitens des BMG, der BPtK und Teilen der Profession auch Unmut darüber geäußert, dass in den zahlreichen Gremien der BPtK so gut wie kein Vertreter aus den ostdeutschen Bundes­ländern vorhanden ist und dass der Transitionsprozess mit einigem Druck über die Köpfe und Interessen der Ausbildungsinstitute hinweg vorangetrieben wird. Zugleich wurde kritisiert, dass die Kinder- und Jugendlichen­psychotherapie in den aktuellen Dokumenten nicht vorkommt.

Die beiden bisherigen Sprecher der AG, Herr Dr. Barchmann und der Stellvertreter Prof. Dr. Zurhorst, wurden für die nächsten beiden Jahre wiedergewählt.

22.10.2015

BPtK: Befristete Zulassung für die Behandlung traumatisierter Flüchtlinge

Für traumatisierte Flüchtlinge müssen zukünftig mehr Psycho­therapeuten verfügbar sein. Dazu hat die Bundesregierung auf Initiative der Bundes­psychotherapeutenkammer (BPtK) die Zulassungsverordnung für Ärzte geändert. Danach sind die Zulassungsausschüsse zukünftig verpflichtet, Psychotherapeuten, Ärzte und psychosoziale Einrichtungen zur psychotherapeutischen und psychiatrischen Versorgung von Flüchtlingen zu ermächtigen.

www.bptk.de

24.09.2015

Re-Akkreditierung des SIMKI-Masterstudienganges

Die AHPGS hat mit heutigem Datum die Akkreditierung des MA-Studienganges beschlossen. Der Akkreditierungszeitraum geht bis zum 30. September 2021. Es wurden zwei Auflagen erteilt, die rechtliche Klarstellungen aufgrund der Ländergemeinsamen Strukturvorgaben betreffen. Im Text heißt es zusammenfassend u. a.: „Die Gutachtenden gewannen den Eindruck, dass das Konzept des Studiengangs mit seinem integrativen Ansatz ein Alleinstellungsmerkmal besitzt und berufspolitisch aktuelle und innovative Entwicklungen beinhaltet.”

Akkreditierungsurkunde

16.09.2015

Mindestens die Hälfte der Flüchtlinge ist psychisch krank

Mindestens die Hälfte der Flüchtlinge in Deutschland ist psychisch krank. Meistens leiden sie unter einer posttraumatischen Belastungsstörung (40 bis 50 Prozent) oder unter einer Depression (50 Prozent). Beide Erkrankungen kommen häufig gemeinsam vor. Flüchtlinge, die an einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) erkranken, sind oft suizidal. 40 Prozent von ihnen hatten bereits Pläne, sich das Leben zu nehmen oder haben sogar schon versucht, sich zu töten.

Auch bei Flüchtlingskindern in Deutschland sind Erkrankungen aufgrund traumatischer Erlebnisse besonders häufig. Jedes fünfte von ihnen ist an einer PTBS erkrankt. Das ist 15 Mal häufiger als bei Kindern, die in Deutschland geboren wurden.

09.07.2015

Re-Akkreditierung des SIMKI-Masterstudienganges

Die Gutachterkommission der AHPGS bewertete den bisherigen, fünfjährigen Verlauf des Masterstudienganges „Thera­peutisch orientierte Soziale Arbeit mit Kindern und Jugendlichen”. Aufgrund der vorliegenden Erfahrungen hatte die Fakultät einige Änderungen für den weiteren Verlauf vorgesehen.

27.05.2015

SIMKI-Vortrag auf der Tagung der PSGA in Freiberg

Auf Einladung der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft (PSAG) des Landkreises Mittelsachen stellte SIMKI dort seine Ausbildungstätigkeit und psychosoziale Arbeit ausführlich vor.

26.05.2015

Psychotherapie in der Jugendhilfe unverzichtbar

Kinder und Eltern, die Leis­tungen der Jugendhilfe erhalten, sind häufiger psychisch krank als Kinder und Eltern, die keine Leistungen der Jugendhilfe benötigen. Dies ist ein Ergebnis einer neuen Studie „Psychotherapeuten in der Jugendhilfe, einschließlich Erziehungsberatung” der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK).

Nach Einschätzung der befragten Psychotherapeuten leiden rund 40 Prozent der Kinder und Jugendlichen, die in Beratungs­stellen Hilfe suchen, unter einer psychischen Erkrankung. Dieser Anteil verdoppelt sich in stationären Jugendhilfeeinrichtungen auf fast 75 Prozent. Auch die Eltern der Kinder und Jugendlichen, die Leistungen der Jugendhilfe erhalten, sind nach Einschätzung der Befragten überdurchschnittlich häufig psychisch krank (Beratungs­stellen 30 Prozent, stationäre Einrichtungen 53 Prozent).

10.03.2015

Treffen der AG OPA

Schwerpunkt des Treffens der Arbeitsgemeinschaft der der Ostdeutschen Psychotherapeutischen Ausbildungsinstitute war die Auseinandersetzung um die geplante Novellierung des PsychThG. Eingeladen waren Herr Dipl.-Sozpäd. Lehndorfer (Präsidium der BPtK), Herr Prof. Dr. Fydrich (unith) und Herr Prof. Dr. Sulz (DGKJPF). In der Diskussion stießen die Vorstellungen der BPtK (Transition) und des Unith-Verbandes, das vorhandene Psychologiestudium als „Psychotherapiestudium” umzuetikettieren, auf große Skepsis. Die Beschlusslage (per Meinungsbild) der AG OPA, die Pläne des BMG und der BPtK kritisch auf der Grundlage des DPT-Beschlusses von November 2014 zu prüfen, wurde bekräftigt.

06.03.2015

Start des neuen Ausbildungskurses

Der achte SIMKI-Ausbildungskurs startete wie gewohnt mit einem Gruppen-Selbsterfahrungswochenende. Wiederum sind die beiden Schwerpunktverfahren Verhaltenstherapie und Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie gleichgewichtig vertreten. Ganz überwiegend kommen die Ausbildungsteilnehmer aus pädagogischen bzw. sozialpädagogischen Berufen.

30.01.2015

Arbeitstreffen der SIMKI-Lehrpersonen, Kooperationspartner und Absolventen

Das diesjährige Treffen stand unter dem Thema: Bedeutung und Wirkung der Schematherapie in der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. Zu Gast war Herr Dipl.-Psych. Peter Graaf, der die Schematherapie in Theorie und Praxis vorstellte.

25.11.2014

Klaus Schumann ist plötzlich verstorben

Unser lieber und geschätzter Kollege, der SIMKI mitbegründet und stets sehr engagiert als Dozent, SE-Leiter und Supervisor sowie als Leiter des psychodramatischen Ausbildungsbereiches mitgewirkt hat, verstarb plötzlich an einer Lungenembolie. Er wird uns sehr fehlen.

15.11.2014

DPT beschließt Direkstudium Psychotherapie

Der Deutsche Psychotherapeutentag hat überraschend beschlossen, dem Ansinnen des BMG zu entsprechen und eine Ausbildungsreform in Richtung Direktstudium an Hochschulen zu realisieren. Dieser Beschluss wird leider erhebliche Probleme für die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie in Deutschland heraufbeschwören und ihre Position massiv verschlechtern. Das BMG wird in der nächsten Zeit Gespräche mit den Gremien und Verbänden führen.

25.09.2014

AGHPT-Kongress in Berlin

Der Kongress der Arbeitsgemeinschaft Humanistische Psychotherapie war ein großer Erfolg. SIMKI ist nicht zuletzt infolge seines methodenübergreifenden Ansatzes sehr daran interessiert, die vierte Säule der Psychotherapie (neben Psychodynamischer, Verhaltens- und Systemischer Psychotherapie) zu etablieren und berufs- wie sozialrechtlich zu verankern.

04.07.2014

SIMKI-Tag der offenen Tür

Um SIMKI und die Ambulanz in der Bevölkerung bekannt zu machen, veranstaltete SIMKI einen Tag der offenen Tür. Er wurde intensiv von psychotherapeutisch interessierten Personen sowie von Ämtern und Einrichtingen besucht.

20.06.2014

SIMKI-Eröffnungsfest

Zur Eröffnung des neuen Institutssitzes wurde ein großes Fest veranstaltet, um SIMKI in der Region bekannt zu machen und allen Unterstützern und Helfern beim Umzug zu danken. Anwesend waren u. a. Repräsentanten des Sozialministeriums, der Stadt Mittweida, der Hochschule Mittweida, der Kooperationspartner, der Profession sowie der Wissenschaft.

29.04.2014

SIMKI-Umzug endlich geschafft!

Nach einer Reihe von baulichen Verzögerungen konnte der Umzug endlich am 29. April 2014 mit viel Freude erfolgen. Die Fakultät Soziale Arbeit zog hingegen erst zum 1. September 2014 nach Mittweida um. Nun ging es daran, die Ausbildung in den neuen Räumen zu gestalten und zu organisieren und sich in neue lokale Strukturen und Netzwerke einzubinden.

10.03.2014

SIMKI-Umzug nach Mittweida

Aller Voraussicht nach wird SIMKI zum 1. Mai 2014 nach Mittweida umziehen. Die neue Anschrift lautet dann:

SIMKI e.V.
an der Hochschule Mittweida
Tzschirnerplatz 6
09648 Mittweida

Tel. 03727 9981550
Fax 03727 9981551

In guter Kooperation mit der Hochschule Mittweida und der Fakultät Soziale Arbeit wird dort die Ausbildungstätigkeit samt Ambulanz aufgenommen. Im Juni wird es ein freudiges Fest anlässlich des Umzuges geben. Es erfolgt eine gesonderte Einladung.

17.02.2014

Wissenschaftlicher Beirat Psychotherapie (WBP) äußert sich zur Anerkennung der Humanistischen Psychotherapie (HPT)

Mit seinem heutigen Schreiben nimmt der WBP Stellung zum Antrag der AGHPT vom Dezember 2012! Wie erwartet wird eine umfangreiche Liste von Fragen zur Einheitlichkeit der HPT, zu den Krankheitsmodellen und zur Behandlungstheorie vorgelegt, die die AGHPT in der nächsten Zeit beantworten soll.

31.01.2014

Arbeitstreffen der SIMKI-Lehrkräfte, Kooperationspartner und Absolventen

Schwerpunkt des diesjährigen Arbeitstreffens war die Diskussion um die Rolle der Gestaltpsychotherapie und deren Verortung in dem Projekt der Humanistischen Psychotherapie (AGHPT).

Zu Gast war Frau Dipl.-Psych. Dr. med. Hartmann-Kottek, die weithin bekannte und hochengagierte Verfasserin des gestaltpsychotherapeutischen Antrags auf Anerkanntheit der Gestalttherapie, der dem Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie (nach § 11 PsychThG) in Zusammenhang mit dem AGHPT-Antrag seit längerem vorliegt.

19.12.2013

G-BA beendet Blockade von 276 Praxissitzen

Die BPtK meldet:
„Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat heute die Blockade von 276 Psychotherapeuten­sitzen beendet. Künftig müssen Praxissitze, die für psychotherapeutisch tätige Ärzte reserviert sind, an Psychotherapeuten vergeben werden, wenn sich kein ärztlicher Bewerber findet. Damit ist es auch nicht mehr möglich, dass nicht besetzte Praxissitze als besetzt gezählt werden.”

„Der G-BA hatte Ende 2012 beschlossen, die psychotherapeutische Versorgung wenigstens in ländlichen Regionen zu verbessern. Insgesamt versprachen Krankenkassen und Kassenärztliche Bundesvereinigung 1.300 zusätzliche Praxissitze”, stellt Prof. Dr. Rainer Richter, Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer, fest. „Das Ziel konnte aber bisher nicht erreicht werden, weil auch nicht besetzte Sitze in der Bedarfsplanung als besetzt gezählt und Zulassungen damit verhindert wurden. Nach einer Klarstellung des Gesetzgebers beendet jetzt der G-BA diese administrative Torheit.”

26.11.2013

Drei von vier Heimkindern psychisch erkrankt

Nach einer aktuellen und repäsentativen Studie des Schweizerischen Bundesamtes für Justiz, die unter Leitung von Fegert, Schmid u. a. erstellt wurde, sind Kinder und Jugendliche in Heimen psychisch stark belastet. Rund 75 Prozent der Heimkinder sind psychisch krank. Das ist das zentrale Ergebnis der Studie der kinder- und jugendpsychiatrischen Universitätskliniken in Basel und Ulm. In der bislang größten Heimstudie in Europa wurden über vier Jahre in 64 Schweizer Institutionen fast 600 Kinder und Jugendliche untersucht.

Abschlussbericht für den Fachausschuss für die Modellversuche und das Bundesamt für Justiz
Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse und Erkenntnisse des Modellversuchs Abklärung und Zielerreichung in stationären Maßnahmen (MAZ.)

Drei von vier Heimkindern leiden z. B. an Störungen des Sozialverhaltens, Depressionen, Schizophrenien, Persönlichkeits- und Aufmerksamkeitsstörungen oder Suchterkrankungen. Ein noch größerer Anteil hatte eine traumatisierende Vorgeschichte: Vier von fünf Kindern haben einen Elternteil verloren, Gewalt erlitten, sind vernachlässigt oder sexuell ausgebeutet worden.

Wichtigste Schlussfolgerungen aus der Studie: Psychische Belastungen müssen durch Screeningverfahren frühzeitig erfasst werden, um Gefährdungen schnell zu erkennen und Erkrankungen rechtzeitig zu behandeln. Zur Prävention muss ein Bündel unterschiedlicher Maßnahmen ergriffen werden, von Hilfen für psychisch kranke Eltern bis zur Behandlung der Kinder. Bei jüngeren Kindern kann es darüber hinaus sinnvoll sein, das gesamte Familiensystem zu stärken, um Misshandlungen zu vermeiden.

08.06.2013

Ausfall der SIMKI-Ringveranstaltung infolge der Flutkatastrophe

Die ursprünglich geplante SIMKI-Ringveranstaltung zum Thema „Psychotrauma und Therapie” musste wegen der dramatischen Flutkatastrophe abgesagt werden und wurde um ein Jahr verschoben. SIMKI hofft, dass diesmal nicht derart katastrophale Auswirkungen wie im Jahre 2002 zu beklagen sind. Im Rahmen seiner Möglichkeiten beteiligt sich SIMKI an den Spenden.

© Karsten Landgraf, YouTube

22.03.2013

SIMKI zieht nach Mittweida um

Nach langem Suchen und intensiven Verhandlungen hat SIMKI ein neues Domizil in Mittweida angemietet. Die Anschrift wird lauten:

SIMKI e.V.
an der Hochschule Mittweida
Tzschirnerplatz 6
09648 Mittweida

Das Gebäude wird vollständig renoviert. Der Umzug von SIMKI wird im Jahre 2014 notwendig, weil die gesamte Fakultät Soziale Arbeit nach Mittweida in einen Neubau an der Bahnhofstraße umsiedelt.

28.02.2013

Bundeskabinett beschließt 14. Kinder- und Jugendbericht

14. Kinder- und Jugendbericht
Bericht über die Lebenssituation junger Menschen und die Bestrebungen und Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland

Ein für jeden Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten lesenswertes Dokument.

31.01.2013

ADHS-Diagnosen und Ritalin-Verordnungen boomen

Die Barmer GEK veröffentlichte in einer Pressemitteilung am 29.01.2013 den Barmer GEK Arztreport 2013. Der Report kommt zu erschreckenden Zahlen. In Deutschland wachse eine „Generation ADHS” heran: Unter Kindern und Jugendlichen bis 19 Jahre kletterte die Zahl diagnostizierter Aufmerksamkeits- / Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) zwischen 2006 und 2011 von 2,92 auf 4,14 Prozent. Das entspricht einem Zuwachs von 42 Prozent.

Altersübergreifend ist der Bevölkerungsanteil mit einer ADHS-Diagnose sogar um 49 Prozent gestiegen (von 0,61 auf 0,92 Prozent der Bevölkerung). Dieser Anstieg erscheint inflationär. „Wir müssen aufpassen”, so die Forscher, „dass ADHS-Diagnostik nicht aus dem Ruder läuft und wir eine ADHS-Generation fabrizieren. Pillen gegen Erziehungsprobleme sind der falsche Weg.” Es komme auf trennscharfe Diagnosen an. Außerdem gebe es eine Reihe von Therapieoptionen wie zum Beispiel ein effektives Elterntraining. „Ritalin darf nicht per se das Mittel der ersten Wahl sein.”

25.01.2013

Arbeitstreffen der SIMKI-Lehrkräfte, Kooperationspartner und Absolventen

Im Rahmen des diesjährigen Treffens der SIMKI-Lehrpersonen, Kooperationspartner und Absolventen hielt Herr Dipl.-Psych. Alfons Aichinger, Ulm, einen Fachvortrag zum Thema:

„Was ist es, das im Kinderpsychodrama heilsam wirkt?”

Herr Aichinger hat in Deutschland das Kinderpsychodrama im Ausgang von Morenos Grundlagen wesentlich entwickelt und publiziert. Er faszinierte die Anwesenden durch seine lebendige und durch außerordentliche Praxiserfahrung und Theoriekenntnis ausgezeichnete Vortragsweise. Insbesondere betonte er, dass der methodenübergreifende Ansatz von SIMKI besonders kindgemäß ist, weil er eine flexible Einstellung und Haltung des Therapeuten zum Kind und dessen Bedürfnissen ermöglicht und fördert.

12.10.2012

Arbeitsgemeinschaft Humanistische Psychotherapie (AGHPT) stellt Antrag auf wissenschaftliche Anerkanntheit

Die AGHPT hat heute beim Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie (WBP) einen Antrag auf wissenschaftliche Anerkanntheit (§11 PsychThG) der Humanistischen Psychotherapie (HPT) gestellt und strebt an, die HPT (neben Psychodynamischer Psychotherapie, Verhaltenstherapie, Systemischer Psychotherapie) als viertes Richtlinienverfahren zu etablieren. Der Antrag wird von elf Verfahren bzw. Methoden der HPT gestellt und will erreichen, dass die HPT als einheitliches Verfahren nach denselben Regeln des WBP anerkannt wird, die bereits für die drei anderen Verfahren gegolten haben.

Sollte dies gelingen, wäre ein wichtiger Schritt in Richtung „Vielfalt in der psychotherapeutischen Versorgung” getan, wie er vom PsychThG von Anfang an vorgesehen war.

Weitere Informationen:

www.aghpt.de

28.06.2012

Gesundheitsministerkonferenz fordert erneut Vergütung für Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA) sowie Anpassung der Zugangsvoraussetzungen

Die 85. Gesundheitsministerkonferenz der Länder der Länder fordert erneut das Bundesgesundheitsminiterium auf, Regelungen für eine mögliche Vergütung der praktischen Tätigkeit (PT 1 / PT 2) zu treffen.

Des Weiteren wird das BMG aufgefordert, endlich die Zugangsregelungen zur PP- und KJP-Ausbildung an die neuen Studiengänge anzupassen und nur noch Diplom- und Masterabschlüsse anzuerkennen.

21.04.2012

Erste Masterabsolventen der SIMKI-Kombinationsausbildung

Heute wurden den ersten Absolventen des Masterstudienganges „Therapeutisch orientierte Soziale Arbeit mit Kindern und Jugendlichen” in einer Feierstunde die Zertifikate der Hochschule Mittweida überreicht. Mit Freude und Stolz nahmen die Absolventen ihre Urkunden entgegen, denn die akademische Qualifikation des Masters eröffnet ihnen enorme berufliche Möglichkeiten im Schnittpunkt von Sozialer Arbeit und Psychotherapie einschließlich berufsständischer höherer Standards (höherer Dienst, Promotion, Facharztstandard).

Der nächste Schritt wird nun die staatliche Abschlussprüfung (Approbation) sein. Mit diesen Abschlüssen erweist sich, dass die SIMKI-Kombinationsausbildung für Absolventen sozialberuflicher Studiengänge ein erfolgreiches, praktikables Modell ist.

16.04.2012

Nach vier Jahren: Endlich mehr Praxissitze für KJP!

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat kürzlich seine Berechnung der Mindestquote für ambulante Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie korrigiert. Voraussichtlich stehen 177 zusätzliche Praxissitze bundesweit zur Verfügung. Die Regelung gilt ab 1. Januar 2013 und endet im Dezember des Jahres.

Vier Jahre hat es damit gedauert, bis dass die gesetzliche Vorschrift, nach der mindestens 20% der niedergelassenen Psychotherapeuten solche sein müssen, die ausschließlich Kinder und Jugendliche behandeln, umgesetzt wurde. Denn es war zwar schon damals klar, dass doppelt approbierte Psychotherapeuten oder über KV-Zusatzqualifikation tätige Psychologische Psychotherapeuten nur in sehr geringem Umfang Kinder und Jugendliche behandeln: Von den 667 in Deutschland doppelt approbierten Psychotherapeuten behandeln mehr als 40% (!) ausschließlich Erwachsene, und nur 10% (!) behandeln überhaupt zur Hälfte ihrer Tätigkeit Kinder und Jugendliche. Doch hatte der G-BA einfach unterstellt und behauptet, dass alle doppelt Approbierten auch zur Hälfte Kinder und Jugendliche behandeln würden.

17.02.2012

Erste Masterabsolventin der SIMKI-Kombinationsausbildung

Heute hat die erste Absolventin des mit der SIMKI-Ausbildung kombinierten Masterstudienganges „Therapeutisch orientierte Soziale Arbeit mit Kindern und Jugendlichen” der Hochschule Mittweida ihre Masterprüfung mit sehr gutem Erfolg bestanden.

Der folgende Schritt wird nun das Staatsexamen (Approbation) in Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie sein.

Die Kombination ist für alle Ausbildungsteilnehmer, die aus sozialberuflichen Studiengängen kommen, empfehlenswert, um den sog. Facharztstandard mit Zugang zum höheren Dienst zu erreichen. Dies gilt nicht nur für Absolventen mit Diplomabschlüssen, sondern insbesondere für Absolventen mit Bachelorabschlüssen. Sie benötigen zur Vermeidung möglicher späterer beruflicher Nachteile die akademische Qualifikation eines klinisch orientierten Masterabschlusses.

Diese Kombination wird von SIMKI in Kooperatiom mit der Hochschule Mittweida seit dem WS 2008 durchgeführt und seitdem stark nachgefragt.

27.01.2012

SIMKI-Treffen

Am Freitag, dem 27. Januar 2012, fand bei SIMKI das diesjährige Treffen aller Lehrpersonen und Kooperationspartner statt. Den Fachvortrag hielt der Berliner Landesarzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und 2. Vorsitzende von SIMKI Herr Christoph Pewesin zum Thema

„Fehlstart? – Suchtverhalten im Kontext von Entwicklungsaufgaben und -störungen im Jugendalter”.

Der Vortrag löste eine spannende Diskussion über moderne psychiatrische und psychotherapeutische Behandlungsstrategien aus.

Im Anschluss gab es im Rahmen eines open space Gelegenheit, intensiv über die Arbeitsweise und Methoden von SIMKI zu sprechen, was ausführlich genutzt wurde. Es waren auch viele Absolventen von SIMKI erschienen, die ihre Erfahrungen in der Ausbildung offen mitteilten. Das anschließende Büffet eröffnete die Möglichkeit auch zu ganz persönlichen Gesprächen. Allgemein wurde das ausgesprochen konstruktive Diskussionsklima bei SIMKI gewürdigt.

10.10.2011

Versorgung psychisch kranker Menschen in Deutschland katastrophal schlecht

Besonders schlecht ist die psychotherapeutische Versorgung in den ostdeutschen Bundesländern: In Brandenburg warten Patienten 19,4 Wochen, in Mecklenburg-Vorpommern 18 Wochen (im Ostteil sogar 28 Wochen), in Thüringen 17,5 Wochen, in Sachsen-Anhalt 16,6 Wochen und in Sachsen 13,9 Wochen auf ein Erstgespräch. Der Bundesdurchschnitt beträgt 12,5 Wochen, vertretbar sind höchstens 3 Wochen.
Das ergab eine aktuelle Studie der BPtK und der Länderkammern.

Bericht auf www.bptk.de

25.06.2011

Ringveranstaltung 2011

An diesem Wochenende fand die vierte SIMKI-Ringveranstaltung statt, zu der traditionsgemäß auch die Kooperationspartner von SIMKI und die Studierenden der Fakultät Soziale Arbeit eingeladen waren.

Schwerpunktthema war die Rolle und Bedeutung der Elternarbeit in den psychotherapeutischen Verfahren. Die Lehrpersonen aller sechs bei SIMKI gelehrten Verfahren führten in Theoriebeiträgen und ausführlichen Praxisdemonstrationen ihre psychotherapeutische Arbeit vor. Dabei zeigte sich, wie unterschiedlich der bisherige Stand der Auseinandersetzung und wie notwendig die weitere Beschäftigung mit diesem Thema allgemein in der Psychotherapie ist.

06.05.2011

BPtK-Tagung zur stationären Jugendhilfe

Am 06.05.2011 veranstaltete die BPtK eine gut besuchte Fachtagung zur stationären Jugendhilfe, auf der von hochrangigen Fachleuten neuere Daten und Perspektiven für eine konstruktive zukünftige Zusammenarbeit von KJPT und Jugendhilfe erörtert wurden.

Bericht auf www.bptk.de

30.03.2011

Gestalttherapeutische Verbände stellen Antrag auf wissenschaftliche Anerkanntheit beim WBP (§ 11 PsychThG)

Kürzlich haben gestalttherapeutische Verbände beim Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie (WBP) beantragt, die Gestalttherapie als wissenschaftlich anerkanntes Verfahren zu bewerten. Ein positives Bewertungsergebnis ist Voraussetzung für die berufsrechtliche Anerkennung der Gestalttherapie durch die staatlichen Behörden. Diese Anerkennung beinhaltet die Möglichkeit zur vertieften Ausbildung in diesem Verfahren.

Von den sechs bei SIMKI angebotenen Therapieverfahren ist die Gestalttherapie nun bereits das fünfte Verfahren (neben TP, VT, GPT und ST), das zur Anerkennung schreitet.

PTJ 2/2011, S. 157 ff

25.03.2011

Erhalt des eigenständigen KJP-Approbationsberufs

Auf der Plattform „Freunde des Forschungsgutachtens” können alle diejenigen Interessierten unterschreiben, die entgegen den BPtK-Bestrebungen, diesen Beruf abzuschaffen und ihn durch einen Einheitsberuf zu ersetzen, aus fachlichen und versorgungspolitischen Gründen für den Erhalt eintreten.

Vgl. Mitteilung v. 29.04.2009

Freunde des Forschungsgutachtens

22.03.2011

Neues aus Absurdistan – Kassenärztliche Vereinigung Sachsen sperrt den Planungsbereich Annaberg

Wegen des vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) implementierten Demografiefaktors wird die psychotherapeutische Versorgung der Kinder und Jugendlichen im Planungsbereich Annaberg eingeschränkt.

Der G-BA hatte den Demografiefaktor eingeführt, um eine Anpassung der ambulanten Versorgung an die Zunahme der Zahl älterer Menschen durchzuführen. Dabei sollte aber die Versorgung von Kindern und Jugendlichen nicht beeinträchtigt werden. Doch genau dies ist nun passiert. Diese unhaltbare Verschlechterung muss dringend rückgängig gemacht werden.

16.02.2011

Neue Studie der Universität Duisburg und der DPtV belegt die weiterhin existierende Unterversorgung mit ambulanter Psychotherapie

Erhebung zur ambulanten psychotherapeutischen Versorgung 2010

Die BPtK teilt hierzu mit:

„Für eine ambulante Psychotherapie gibt es erhebliche Wartezeiten.” Das ist das Ergebnis einer Studie, die Prof. Dr. Jürgen Wasem (Uni Duisburg) und die Deutsche PsychotherapeutenVereinigung (DPtV) veröffentlicht haben.

Die Wartezeit auf einen Behandlungsplatz bei einem niedergelassenen Psychotherapeuten beträgt danach in Deutschland durchschnittlich knapp 80 Tage. Am längsten ist sie in Kleinstädten (104 Tage) und Mittelstädten (95,6 Tage). überall ist sie länger als zwei Monate. Nur drei Prozent der Psychotherapeuten können unmittelbar einen ersten Termin anbieten. „Die Studie bestätigt die These von der Unterversorgung in der ambulanten Psychotherapie”, stellte Prof. Wasem fest. „Nur die Hälfte der Psychotherapeuten führt überhaupt eine Warteliste”, betonte DPtV-Vorsitzender Dieter Best. „Viele Psychotherapeuten verzichten auf eine Warteliste, wenn sie ihren Patienten nicht innerhalb von drei Monaten ein erstes Gespräch anbieten können.”

06.12.2010

AOLG verlangt Aufnahme der Gesprächspsychotherapie (GPT) und der Systemischen Therapie (ST) in die Richtlinienverfahren

Die Arbeitsgemeinschaft der obersten Landesgesundheitsbehörden hat bereits im November 2010 einstimmig (16:0:0) das BMG und den G-BA aufgefordert, die GPT und die ST in das SGB V als Richtlinienverfahren aufzunehmen, um somit den Widerspruch zwischen Berufs- und Sozialrecht, welcher das PsychThG durchzieht, endlich aufzulösen.

Beschluss und Begründung

25.11.2010

PP und KJP können künftig Krankenhausabteilungen leiten

Das Bundesland Rheinland-Pfalz hat erstmals die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Krankenhausabteilungen von PP oder KJP geleitet werden können. Das dortige neue Landeskrankenhausgesetz dürfte richtungweisend für die anderen Bundesländer sein.

23.10.2010

KJP-Fachtagung

Am 23. Oktober 2010 veranstaltete die Hochschule Niederrhein in Kooperation mit der SIMKI-Leitung eine KJP-Fachtagung zur Stärkung der sozialberuflichen Expertise in der KJPT.

15.10.2010

Bundessozialgericht ändert Zulassungspraxis

Das Bundessozialgericht hat entschieden, dass bei einer Sonderbedarfszulassung die Psychotherapieverfahren wie Schwerpunkte bei Ärzten zu berücksichtigen sind.

„Die Zulassungsausschüsse müssen jetzt nicht nur prüfen, ob in einem Planungsbereich ausreichend Psychotherapeuten vorhanden sind”, stellt Prof. Dr. Rainer Richter, Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer, fest. „Sie müssen ebenfalls feststellen, ob in einem Bereich auch ausreichend Verhaltenstherapeuten, Tiefenpsychologen und Psychoanalytiker niedergelassen sind.”

Urteil Bundessozialgericht

24.06.2010

SIMKI-Werbeveranstaltung

Die SIMKI-Werbeveranstaltung für den nächsten Ausbildungskurs, der im Frühjahr 2011 beginnen wird, war ein sehr guter Erfolg. Die laufende Studienreform (Bachelor-Master) machte eine ausführliche und gesetzeskonforme Information über die KJP-Ausbildung erforderlich.

24.03.2010

Abschiedsvorlesung Prof. Dr. Dr. Zurhorst

Prof. Zurhorst hielt heute seine Abschiedsvorlesung an der Hochschule Mittweida. Er wird weiterhin als Hochschulangehöriger den SIMKI-Masterstudiengang leiten und auch dem SIMKI-Vorstand zur Verfügung stehen.

30.01.2010

Mitarbeit von Frau Prof. Dr. Barbara Wedler

Heute wurde Frau Prof. Wedler in der SIMKI-Mitgliederversammlung als neue Co-Leiterin des SIMKI-Master-Studienganges freundlich begrüßt und der wechselseitige Wunsch nach einer guten Kooperation zum Ausdruck gebracht.

21.07.2009

Masterstudiengang akkreditiert

Die Akkredtierungskommission der AHPGS hat in ihrer heutigen Sitzung den SIMKI-Masterstudiengang der Hochschule Mittweida

„Therapeutisch orientierte Soziale Arbeit mit Kindern und Jugendlichen”

akkreditiert. Damit ist ein wesentlicher Schritt der Qualitätssicherung des Studienganges und der SIMKI-Ausbildung erfolgt.

20.06.2009

Ringveranstaltung 2009

SIMKI hat bereits zum dritten Mal eine zweitägige Ringveranstaltung durchgeführt, zu der alle Ausbildungsteilnehmer und die Studierenden der Fakultät Soziale Arbeit der Hochschule Mittweida eingeladen waren. Diese Veranstaltungen dienen der Ausarbeitung des methodenübergreifenden SIMKI-Konzeptes, in denen alle sechs am SIMKI gelehrten Psychotherapieverfahren an ein- und demselben Fall ihre Unterschiede und Gemeinsamkeiten demonstrieren.

Diesmal stand die Werkstatt-Tagung unter der Fragestellung: „Welche Bedeutung und welchen Stellenwert hat die Selbsterfahrung im psychotherapeutischen Prozess?” Hierzu führten die Vertreter der einzelnen Verfahren Live-Supervisions- und Selbsterfahrungssitzungen vor, die sodann der Diskussion mit allen Beteiligten dienten. Die Rückmeldungen zeigten ein ausgesprochen positives Bild und die Einsicht in die Notwendigkeit von Selbsterfahrung / Eigentherapie.

29.04.2009

Forschungsgutachten zur Psychotherapieausbildung

Heute wurde das vom BMG in Auftrag gegebene Forschungsgutachten zur Psychotherapieausbildung von der Forschungsgruppe (Prof. Dr. Bernhard Strauß et al.) an die Gesundministerin Ulla Schmidt übergeben. Das Gutachten wird mit Sicherheit sehr intensive Diskussion in der Psychotherapeutenschaft auslösen.

Forschungsgutachten zur Psychotherapieausbildung (17 MB, 432 Seiten)

20.03.2009

SIMKI feiert sein 10-jähriges Bestehen und den Beginn des Masterstudienganges „Therapeutisch orientierte Soziale Arbeit mit Kindern und Jugendlichen”

SIMKI hat heute sein 10-jähriges Bestehen und zugleich die Einrichtung des neuen Masterstudienganges der Hochschule Mittweida „Therapeutisch orientierte Soziale Arbeit mit Kindern und Jugendlichen” zusammen mit vielen Gästen gefeiert.

Seit 1999 ist SIMKI bestrebt, die unzureichende psychotherapeutische Versorgungssituation von Kindern, Jugendlichen und deren Bezugspersonen in Sachsen zu verringern. Die neue, vertiefte Kooperation von Hochschule Mittweida und SIMKI, bei der die staatlich anerkannte Ausbildung mit einem parallel stattfindenden Masterstudiengang kombiniert wird, stellt einen wesentlichen Schritt in eine zukünftige neue Ausbildungsstruktur in Deutschland dar.

In seiner Begrüßungsrede ging der Leiter des SIMKI, Prof. Zurhorst, auf die Geschichte des Instituts ein und stellte heraus, dass SIMKI inzwischen zu einem bestens etablierten und gefragten Ausbildungsinstitut herangewachsen ist. Dies wurde durch die Grußreden des Bürgermeisters von Roßwein, Herrn Lindner, des Rektors der Hochschule Mittweida, Herrn Prof. Otto und der Prorektorin, Frau Prof. Häußler-Sczepan, sowie die Präsidentin der Ostdeutschen Psychotherapeutenkammer, Frau Mrazek, nachdrücklich bestätigt.

Einen besonderen Höhepunkt stellte die Festrede von Frau Prof. Dr. Ludwig-Körner von der FH-Potsdam zum Thema „Auf den Anfang kommt es an! Zur Notwendigkeit einer Spezialisierung in Eltern-Säuglings- / Kleinkindpsychotherapie” dar.

Im Anschluss wurden die neuen Ausbildungsteilnehmer, die ihre mindestens fünfjährige berufsbegleitende Ausbildung am nächsten Tag beginnen, herzlich begrüßt und in das Institut aufgenommen. Ein opulentes Festbüffet eröffnete sodann vielfältige Möglichkeiten zu persönlichen Gesprächen.

14.12.2008

Systemische Therapie (ST) als wissenschaftliches Psychotherapieverfahren anerkannt

Der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie (WBP) hat in seiner heutigen Sitzung nach langen Auseinandersetzungen anerkannt, dass die Systemische Therapie (ST) ein wissenschaftlich anerkanntes Psychotherapieverfahren ist, und zwar für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Damit ist endlich der Weg frei, die ST berufsrechtlich als Verfahren der vertieften Ausbildung etablieren zu können.

Der nächste Schritt wird darin bestehen, dass die ST auch sozialrechtlich als Kassenleistung vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) anerkannt wird. Es ist zu hoffen, dass dies gelingt.

Wissenschaftlicher Beirat Psychotherapie (WBP)

16.10.2008

Gesetz zur Weiterentwicklung der Organisationsstrukturen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-OrgWG) beschlossen

Heute hat der Deutsche Bundestag das Gesetz zur Weiterentwicklung der Organisationsstrukturen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-OrgWG) beschlossen. Darin wurde eine 20%-ige Mindestquote für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie festgelegt, da diese Quote dem Anteil der Kinder und Jugendlichen an der Bevölkerung entspricht. Die Mindestquote bedeutet bundesweit zusätzlich rund 700 Praxissitze. Allerdings: Die bisherige Mindestquote für psychotherapeutisch tätige Ärzte (40%) wird nur auf 25% gesenkt und bis zum 31. Dezember 2013 verlängert. Die ärztliche Quote war umstritten, weil z. B. allein in Ostdeutschland gut 500 Praxissitze nicht besetzt werden konnten.

Mit dem Gesetz wird zugleich die Altersgrenze für Vertragspsychotherapeuten (bisher 68 Jahre) aufgehoben. Der Gesetzgeber schreibt des Weiteren vor, dass auch halbe Praxissitze auszuschreiben sind, wenn auf eine halbe Zulassung verzichtet wird.

06.10.2008

Drei weitere SIMKI-Ausbildungsteilnehmer haben ihre Abschlussprüfung erfolgreich bestanden

Heute haben drei weitere SIMKI-Ausbildungsteilnehmer ihre staatliche Abschlussprüfung erfolgreich absolviert. Neben zwei VT-Prüfungen wurde die erste Prüfung in Tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie durchgeführt.

22.09.2008

Start des SIMKI-Master-Studienganges

Die erste Gruppe des Masterstudienganges „Therapeutisch orientierte Soziale Arbeit mit Kindern und Jugendlichen” hat das Studium aufgenommen. Damit sind die Weichen für eine Erweiterung und Verbesserung fer akademischen Berufsqualifikation in der KJPT gestellt.

29.08.2008

Oberverwaltungsgericht NRW bestätigt – Systemische Therapie ist ein wissenschaftlich anerkanntes Verfahren

Am 4. August 2008 hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) für das Land Nordrhein-Westfalen die Berufung des Landesprüfungsamtes der Bezirksregierung Düsseldorf gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts (VG) Düsseldorf vom 7. April 2006 zurückgewiesen. (Az.: 13 A 2146/06)

Der 13. Senat des OVG entschied über die Berufung durch Beschluss, „weil er sie einstimmig für unbegründet und die Durchführung einer mündlichen Verhandlung nicht für erforderlich hält”.

In dem angefochtenen Urteil hatte das Verwaltungsgericht die Landesbehörde verpflichtet, den Antrag eines Instituts der DGSF vom 3. März 2003 auf Erteilung der Anerkennung als Ausbildungsstätte nach § 6 Abs. 2 PsychThG für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten mit dem Vertiefungsgebiet Systemische Therapie / Familientherapie unter Beachtung der Rechtsauffassung des Gerichtes neu zu bescheiden. Das Landesprüfungsamt hatte zuvor den Antrag des Instituts mit der Begründung abgelehnt, dass der WBP 1999 die Wirksamkeit der ST / FT verneint habe. Darauf komme es jedoch nicht an, vertrat das Gericht. Vielmehr sei entscheidend, ob die ST / FT in der Wissenschaft und der Profession eine breite Resonanz gefunden habe. Dies sei unbestreitbar der Fall.

Das OVG „macht sich die Feststellungen des Verwaltungsgerichts in vollem Umfang zu eigen” und setzt sich bei der Auslegung des zentralen Begriffs der „wissenschaftlich anerkannten psychotherapeutischen Verfahren” gemäß § 1 Abs. 3 Psychotherapeutengesetz ausführlich mit der Intention des Gesetzgebers auseinander und zitiert aus der Gesetzesbegründung (BT-Drucks. 13/8035): „Der Gesetzesentwurf enthält keine Aufzählung der zulässigen psychotherapeutischen Verfahren. Weiterentwicklungen in diesem Bereich sollen nicht ausgeschlossen werden. Gerade im Bereich der beruflichen Definition psychotherapeutischer Tätigkeiten ist es nicht angezeigt, Verfahren auszugrenzen. Ihre wissenschaftliche Anerkennung bleibt indes Voraussetzung für die anerkannte Ausübung von Psychotherapie, um zu verhindern, dass die Befugnis zur Ausübung von Psychotherapie missbraucht wird.” Vor diesem Gesetzeshintergrund „erscheint es dem Senat deshalb nicht geboten, die Anerkennung eines psychotherapeutischen Verfahrens (ausschließlich) von einem durch Studien belegten und nachgewiesenen Wirksamkeitsnachweis abhängig zu machen.” Sowohl die Landesbehörden als auch der WBP seien an die dargelegte Auslegungsprämisse des Begriffs wissenschaftlich anerkannter Verfahren – nämlich Ausschluss von Scharlatanerie und Missbrauchsabwehr – gebunden.

Abschließend begründet das OVG den Zeitpunkt seiner jetzigen Entscheidung verbunden mit der Zulassung der Revision und dem inzwischen beim Bundesverwaltungsgericht anhängigen Verfahren zur Gesprächspsychotherapie damit, auf diesem Wege eine bundesgerichtliche Klärung zu ermöglichen.

01.05.2008

Neues Ausbildungskonzept bei SIMKI

SIMKI wird ab dem WS 2008/09 die Ausbildung in Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie in Kombination und Integration mit dem neuen Masterstudiengang (MA Social Work) der Hochschule Mittweida „Therapeutisch orientierte Soziale Arbeit mit Kindern und Jugendlichen” anbieten.

Bewerber können zwar weiterhin ausschließlich die SIMKI-Approbationsausbildung oder den neuen Masterstudiengang absolvieren. Doch stellt die Kombination und Integration beider Bildungsgänge eine in Deutschland bisher einmalige und hoch-attraktive Möglichkeit für Sozialberufe (FH) dar, einen heilkundlichen Beruf mit Zugang zum höheren Dienst auf gleicher Augenhöhe mit Psychologen und Ärzten auszuüben.

25.04.2008

Fünf weitere Teilnehmer haben die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen

Heute haben fünf weitere Ausbildungsteilnehmer ihre staatliche Abschlussprüfung erfolgreich bestanden und werden umgehend ihre Approbationsurkunden beantragen.

24.04.2008

G-BA versagt der Gesprächspsychotherapie (GPT) weiterhin die sozialrechtliche Anerkennung

Wie es leider zu erwarten war, hat der G-BA in seiner gestrigen Sitzung wiederum die Gesprächspsychotherapie sozialrechtlich nicht anerkannt. Damit hat er sich erneut gegen das positive Votum der Bundespsychotherapeutenkammer, der Länderkammern, des Wissenschaftlichen Beirats Psychotherapie (§ 11 PsychThG), der nationalen und internationalen wissenschaftlichen Berufs- und Fachverbände sowie der universitären wissenschaftlichen Fachwelt gestellt.

Obwohl die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) aufgrund des Gutachtens ihrer Expertenkommission ausdrücklich zu dem Ergebnis gelangt war, dass die GPT auch nach den neuen Schwellenkriterien des G-BA alle sozialrechtlichen Anforderungen zur Zulassung erfüllt, blieb der G-BA bei seinen falschen und vorurteilsbeladenen Behauptungen über die GPT. Zum Zwecke der Ablehnung wurde weiterhin an einer eigenmächtigen Definition der GPT aus den 50-er Jahren des letzten Jahrhunderts festgehalten und damit alle wissenschaftlichen Studien, die zur Entwicklung der GPT maßgeblich gehören, nicht zur Kenntnis genommen. Des Weiteren blieb der G-BA bei seiner eigenmächtigen Definition von Evidenzbasierung und lehnte die international übliche Nutzenbewertung, die seitens der BPtK-Expertenkommission vorgenommen worden war, in Bausch und Bogen ab. Nun muss das Bundesministerium für Gesundheit entscheiden, ob es diesen Beschluss beanstandet.

01.02.2008

SIMKI-Diskussion mit KVS und OPK über psychotherapeutische Versorgung der Kinder und Jugendlichen in Sachsen

SIMKI hat die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen (KVS) und die Ostdeutsche Psychotherapeutenkammer (OPK) zu einer Diskussion eingeladen, um die katastrophale psychotherapeutische Unterversorgung der Kinder und Jugendlichen in Sachsen zu diskutieren und nach Möglichkeiten der Abhilfe zu suchen.

Während die OPK die entscheidenden Daten der Unterversorgung offenlegte, beharrte die KVS darauf, dass es in Sachsen keine Unterversorgung gäbe, allenfalls eine „gefühlte” Unterversorgung. In der SIMKI-Diskussion wurden die gravierenden Mängel der KVS-Bedarfsplanung herausgearbeitet und Möglichkeiten des job-sharing, der Teilzulassung, der Sonderbedarfsregelung und vor allem der Mindestversorgungsquote erörtert. Denn es grenzt an Verletzung des Sicherstellungsauftrages der KVS, wenn z. B. ärztliche Psychotherapeuten sich eine Quote von 40% der Arztsitze vorbehalten, diese jedoch ganz überwiegend nicht besetzt werden, aber dennoch als „besetzt” in der Bedarfsplanung mitgezählt werden. Diese Fehlplanung sollte vom Psychotherapeutengesetz her zwar zum Jahresende 2008 beendet werden, aber offensichtlich gibt es einige Bestrebungen, weiterhin Quoten für ärztliche Psychotherapie freizuhalten.

Deswegen steht SIMKI auf dem Standpunkt, dass dieses skandalöse Vorgehen nur dadurch behoben werden kann, dass zur Sicherstellung der Versorgung eine völlig andere, morbiditätsorientierte Bedarfsplanung erfolgt und auf dieser Grundlage eine Mindestquote an Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten festgeschrieben wird

15.01.2008

Das OVG NRW verlangt die Zulassung der KJ-Gesprächspsychotherapie

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Nordrhein-Westfalen hat mit seinem heutigen einhelligen Beschluss die Landesbehörde verpflichtet, die KJ-Gesprächspsychotherapie als vertieftes Ausbildungsverfahren zuzulassen. Da aufgrund der Eindeutigkeit der schriftlichen Begründung davon auszugehen ist, dass auch bei einer Revision beim Bundesverwaltungsgericht dieselbe einhellige Entscheidung getroffen wird, ist dieser OVG-Beschluss als Meilenstein nicht nur in dem Anerkennungskampf der Gesprächspsychotherapeuten zu sehen, sondern hat auch für die weiteren, noch anzuerkennenden Psychotherapieverfahren in Deutschland und damit für den methodenübergreifenden Ansatz von SIMKI eine erhebliche Bedeutung.

Das OVG hat mit seinem Beschluss die von SIMKI im Jahre 2004 geführte Klage beim VG Leipzig ausdrücklich unterstützt. Wesentlich geht es darum, dass das OVG den Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie (§ 11 PsychThG) in die Schranken gewiesen hat und ihm keine Entscheidungs-, sondern lediglich eine Beratungsfunktion für die Länderbehörden zugesteht. Folglich darf eine Landesbehörde bei ihrer Entscheidung sich nicht allein auf das Votum des Wissenschaftlichen Beirates Psychotherapie (WBP) stützen, sondern hat selbständig zu prüfen, ob ein psychotherapeutisches Verfahren in der Fachwelt anerkannt ist. Die Kriterien hierfür müssen umfangreicher sein als nur die Engführung auf bestimmte Typen wissenschaftlicher Studien, wie sie der WBP vorsieht. SIMKI hat deswegen beim Sächsischen Staatsministerium für Soziales nochmals einen Antrag auf sofortige Zulassung der KJ-Gesprächspsychotherapie als vertieftes Ausbildungsverfahren gestellt.

21.12.2007

G-BA versucht erneut, die Anerkennung der Gesprächspsychotherapie (GPT) zu verhindern

Nachdem die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) in ihrem Stellungnahme-Nachtrag vom November 2007 die sofortige Anerkennung der GPT gefordert hatte, hätte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) in seiner Sitzung am 20.12.2007 einen Beschluss zur GPT fassen sollen. Stattdessen hat der G-BA die änderung der geltenden Psychotherapie-Richtlinien beschlossen, um ein sog. Schwellenkriterium einzuführen. Dieses soll dazu dienen, in weitaus schärferer Form als bei den zurzeit geltenden Psychotherapie-Richtlinien Psychotherapieverfahren hinsichtlich ihrer Notwendigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit und damit ihrer sozialrechtlichen Anerkennung zu beurteilen.

Der G-BA will nun abwarten, ob das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) dieses Schwellenkriterium rechtlich akzeptiert, um dann im April 2008 auf dieser neuen Grundlage die Gesprächspsychotherapie abzulehnen. Damit beweist der G-BA zum wiederholten Male, dass der sozialrechtliche Anerkennungsprozess der GPT zur Farce verkommen ist und rechtsstaatlichen Kriterien nicht genügt: Denn auch diesmal ändert der G-BA mitten im Prozess der Anerkennung die Kriterien, die zu Beginn der Antragsstellung galten und gelten, so oft und so zielstrebig, dass eine Anerkennung der GPT verunmöglicht werden kann. Nun muss das BMG entscheiden, ob es diese Farce rechtlich stützt oder wiederum eine Beanstandung durchführt.

05.11.2007

Bundespsychotherapeutenkammer fordert sofortige Zulassung der Gesprächspsychotherapie (GPT) zur kassenärztlichen Versorgung

Der Gemeinsame Bundesaussschuss (G-BA) hatte im November 2006 der Gesprächspsychotherapie (GPT) die Zulassung zur kassenärztlichen Versorgung mit der Begründung verweigert, dass angeblich nur eine einzige wissenschaftliche Studie zur Wirksamkeit vorliege. Zu diesem Ergebnis konnte der G-BA aber nur gelangen, weil er mit vielen wissenschaftlich unhaltbaren Vorgehensweisen und massiven Falschaussagen vorgegangen war.

Das Bundesminsiterium für Gesundheit hat den Beschluss des G-BA im Januar 2007 außer Kraft gesetzt, weil die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) entgegen den gesetzlichen Bestimmungen vom G-BA nicht ausreichend einbezogen worden war.

Nun hat die BPtK in einem Stellungnahmenachtrag aufgrund einer nochmaligen Prüfung der vorliegenden Studien festgestellt, dass die GPT alle Anforderungen der geltenden Psychotherapie-Richtlinien (einschließlich der Studienlage) erfüllt und deswegen sofort in die vertragsärztliche Versorgung aufzunehmen ist. Im Dezember 2007 wird sich nun der G-BA zu dieser Postion der BPtK äußern.

13.09.2007

Der Gemeinsame Bundesaussschuss (G-BA) hat die Bedarfsplanungsrichtlinie für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten geändert

Der Gemeinsame Bundesaussschuss (G-BA) hat kürzlich die Bedarfsplanungsrichtlinie für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten geändert. Danach können bundesweit mehr Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten im Sinne eines Sonderbedarfs zugelassen werden. Allerdings muss der Zulassungsausschuss, der bei der KVS angesiedelt ist, eine Unterversorgung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher in Sachsen feststellen. Dies dürfte eigentlich kein Problem darstellen.

07.05.2007

Zwei weitere Teilnehmerinnen haben die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen

Im Mai 2007 haben Frau Diplom-Sozialpädagogin ELISABETH ULRIKE WEYSE-PRETZSCH und Frau Diplom-Sozialpädagogin SIMONE ANGELA KASPAR ihre staatlich anerkannte Ausbildung zur Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin nach den Bestimmungen des Psychotherapeutengesetzes, der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung sowie den SIMKI-Ausbildungsrichtlinien im Schwerpunkt VERHALTENSTHERAPIE mit sehr gutem Erfolg abgeschlossen.

13.04.2007

Ringveranstaltung 2007

Am 16. und 17. Juni 2007 wird SIMKI eine Ringveranstaltung zu folgendem Thema durchführen:

„Anna und die 6 Verfahren – Methodenübergreifendes psychotherapeutisches Vorgehen unter besonderer Berücksichtigung der therapeutischen Beziehung”

Interessenten können sich im SIMKI-Büro anmelden:
Telefon 034322 48645 oder 48671, Fax 034322 48645

10.03.2007

Neuer SIMKI-Ausbildungskurs hat begonnen

Am 10. März 2007 hat ein neuer SIMKI-Ausbildungskurs begonnen. Es ist bereits der vierte Jahrgang seit der Gründung des Instituts 2001.

29.01.2007

Gesprächspsychotherapie kein Richtlinienverfahren

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beschließt, die Gesprächspsychotherapie nicht als Richtlinienverfahren in der kassenärztlichen Versorgung zuzulassen.

Das Bundesministerium für Gesundheit beanstandet den Beschluss des G-BA gegen die Gesprächspsychotherapie und begründet dies 14 Tage später hauptsächlich damit, dass der G-BA die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) unzureichend in den Bewertungsprozess einbezogen hat.

05.10.2006

Bachelor ermöglicht Zugang zu Ausbildung in Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie

Ab sofort gilt auch in Sachsen, dass – neben dem bisherigen Diplom – der Bachelor-Abschluss von FH-Studiengängen in Sozialer Arbeit, Pädagogik und Sozialpädagogik den Zugang zur staatlich anerkannten Ausbildung in Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie ermöglicht. Für Uni-Abschlüsse in Psychologie, Pädagogik und Sozialpädagogik ist indes – neben dem bisherigen Diplom – ein Masterabschluss erforderlich.

Diese neue Regelung wurde vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) aus rechtlichen Gründen gegen die Landesbehörden durchgesetzt. Dies wird dazu führen, dass Ausbildungsteilnehmer mit sehr unterschiedlichen akademischen Abschlüssen sich in einer gemeinsamen Ausbildungsgruppe befinden. Alle Versuche, Einfluss auf das BMG zu nehmen und das Psychotherapeutengesetz zu ändern, sind bislang ohne Erfolg geblieben.

02.10.2006

Erste Teilnehmerin hat mit gutem Erfolg abgeschlossen

Am 2. Oktober 2006 hat die erste SIMKI-Ausbildungsteilnehmerin nach fünf Jahren berufsbegleitender Ausbildung die staatliche Prüfung mit gutem Erfolg abgeschlossen. SIMKI besteht seit 2001. Weitere Prüfungen folgen im kommenden Frühjahr.

Frau Diplom-Sozialpädagogin CORNELIA KERSTING hat am 02.10.06 ihre staatlich anerkannte Ausbildung zur KINDER- UND JUGENDLICHENPSYCHOTHERAPEUTIN nach den Bestimmungen des Psychotherapeutengesetzes, der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung sowie den SIMKI-Ausbildungsrichtlinien im Schwerpunkt VERHALTENSTHERAPIE mit der Gesamtnote GUT erfolgreich abgeschlossen.

29.06.2006

Ostdeutsche Psychotherapeutenkammer (OPK) errichtet

Ende Juni 2006 sind die Satzungen der OPK in Kraft getreten. Die Kammer hat ihren Sitz in Leipzig und wird nach Konstituierung der ersten Kammerversammlung dort eine Geschäftsstelle einrichten.

www.opk-info.de

02.05.2006

Familientherapie als Verfahren der vertieften Ausbildung vorläufig abgelehnt

SIMKI hatte im Frühjahr 2006 beim Sächsischen Staatsministerium für Soziales (SMS) einen Antrag auf Anerkennung der Familientherapie als Verfahren der vertieften Ausbildung gestellt, da das Verwaltungsgericht Düsseldorf die Familientherapie entgegen der Auffassung des Wissenschaftlichen Beirates Psychotherapie (WBP) und des Regierungspräsidiums Münster als ein „wissenschaftlich anerkanntes Verfahren” konstatiert hatte.

Das SMS hat den SIMKI-Antrag abgelehnt, nachdem es zuvor eine Stellungnahme vom WBP eingeholt hatte. Während der Vorsitzende des WBP, Herr Prof. Dr. Rudolf, dem SMS eine Nicht-Empfehlung mitteilte, äußerte das Mitglied des WBP, Herr Prof. Dr. Jürgen Kriz, in einer offenen Stellungnahme seine Ansicht, dass er die Familientherapie als ein wissenschaftlich anerkanntes Verfahren und als geeignet für die vertiefte Ausbildung ansieht. Zugleich drückte er sein Befremden darüber aus, dass Herr Prof. Rudolf es nicht für nötig befunden habe, das Gremien WBP mit dem Vorgang zu befassen, sondern einfach als Vorsitzender gehandelt habe, obwohl der WBP vom SMS angefragt war, zu den neueren Urteilen der Verwaltungsgerichte und den darin geäußerten Zweifeln an der Deutungsmacht und den Wissenschaftskriterien des WBP Stellung zu nehmen.

Bereits vor 1½ Jahren hatte SIMKI vor dem Verwaltungsgericht Leipzig geklagt, weil das SMS einen Antrag auf Anerkennung der Gesprächspsychotherapie bei Kindern und Jugendlichen als Verfahren der vertieften Ausbildung mit Hinweis auf die fehlende Empfehlung seitens des WBP abgelehnt hatte. Auch hier hatte das VG Leipzig dem SMS ins Stammbuch geschrieben, dass das SMS selbst zu prüfen habe, ob es sich um ein „wissenschaftlich anerkanntes Verfahren” handelt und dass es sich nicht blindlings dem WBP anschließen dürfe, weil dieser sich in Verkennung des § 11 PsychThG offensichtlich als „Wissenschaftsgericht” geriere.